der Hund will nicht laufen

Es gibt sehr verschiedene Gründe, warum ein Hund nicht laufen möchte. Gesundheitsprobleme sind ebenso möglich wie "Marotten" oder schlechte Erinnerungen.

Faulheit

Faulheit ist einer der möglichen Gründe, warum ein Hund keinen Schritt machen will - aber kein besonders häufiger. Schließlich ist es drinnen langweilig für einen aktiven Hund. Computer und Fernseher sind langweilig für Hunde. Draußen warten die Abenteuer. Leckerchen und ein mögliches Lieblingsspielzeug, die mitgenommen werden, helfen zu motivieren, wenn tatsächlich Faulheit die Ursache sein sollte. Neue Strecken mit anderen Untergründen (und anderen Gerüchen) begeistern Hunde normalerweise.

Welpen, die gerade erst in die Familie gekommen sind, sind in einer Phase der Entwicklung, in der sie das Nest noch nicht verlassen. Hier kann das Tragen des Welpen und das "Nach-Hause-laufen-lassen" tatsächlich eine Gewohnheit werden.

schlechte Erfahrungen

Auch schlechte Erlebnisse können ein Grund sein, warum ein Hund nicht laufen will. Dafür gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten, z.B.:

  • In diesem Sommer kann sich der Hund die Pfoten auf dem heißen Asphalt verbrannt haben. Wenn jeder Schritt weh tut, mag niemand gerne laufen, auch kein Hund.
  • schmerzhafte Insektenstiche
  • Gerade Hunde aus dem Ausland trauen dem lauten Verkehr in Deutschland oft nicht.

Hunde verknüpfen manchmal im Gehirn verschiedene Dinge, die nichts miteinander zu tun haben mußten. Besonders leicht geschieht das bei Schmerzen - so kann ein Insektenstich z.B. an einer Hecke mit der Hecke verknüpft werden und allgemein zu Ängsten an Hecken führen.

Bei verbrannten Pfoten hilft eine konsequente Therapie, Ruhe, ein Verband und Gehen auf weichem Boden. Bei schlechten Erinnerungen und Angst kann erst einmal helfen, eine andere Strecke zu gehen, wo weniger der furchteinflößenden Dinge drohen.

Müdigkeit

Müdigkeit ist ein weiterer möglicher Grund, warum ein Hund nicht gerne laufen will. Dafür sind ebenfalls verschiedene Gründe möglich.

Hunde schlafen üblicherweise 10-12-16-18 Stunden. Es gibt noch keine genaue Untersuchung. Es kann sein, dass der Hund einfach nicht so viel schlafen konnte, wie er braucht. Sollte er sich nach einem gemütlichen Nickerchen nicht aufraffen können, und vor allem, wenn das über Tage so bleibt, dann sollte ein Therapeut nach dem Hund sehen. Denn: eigentlich kennen Hunde nicht viel Schöneres, als die Welt zu erkunden.

Alle reden vom Wetter - die Hunde auch?

Wer mag schon bei Regen vor die Tür? Und geht es dem Hund da anders? (Wobei nicht wenige Hund es von ihren Menschen gelernt haben ;-) Ein Regenmantel hilft den leicht frierenden Hunden und ist kein nur modischer Schnickschnack - manchen Hunde haben nun einmal kein Unterfell. Und den älteren Tieren hilft es auch. Kalte Muskeln sind steif und verletzungsanfälliger.

Auch die Sommerhitze ist für unsere Hunde anstrengend. Hunde können nicht schwitzen. Sie kühlen sich über Hecheln ab. Das setzt aber eine gesunde Nasenanatomie voraus - bei kurznasigen Hunde wie Möpsen, Bullys und Pekinesen funktioniert die Kühlung nicht gut oder teilweise kaum noch. Im Sommer wird dann der Kreislauf extrem belastet: sie wollen nicht Spazieren-Gehen.

Schmerzen und gesundheitliche Probleme

Der Hauptgrund, wenn ein Hund nicht mehr (!) gehen mag, dürften aber die Gesundheitsprobleme sein. Schmerzen bei jedem Schritt machen jeden Spaziergang zur Belastung.

Bei plötzlich aufgetretenen Problemen kann schon helfen, sich die Pfoten genauer zu betrachten.

  • Der Hund kann sich einen Splitter oder Dorn eingetreten haben.
  • Ein Filzknoten zwischen den Zehen kann so drücken oder reiben, dass der Hund nicht mehr gehen mag.
  • Eine Granne kann Schmerzen verursachen.

Wenn das Problem seit längerem besteht und der Hund früher mehr Spaß am Laufen hatten, dann sollte er gründlich untersucht werden. Dazu gehört eine Fallaufnahme, eine Gangbildanalyse und eine genaue körperliche Untersuchung. Manchmal werden auch weiterführende Untersuchungen nötig.

Sind Schmerzen die Ursache der geringen Bewegungslust, dann können verschiedene Gelenknährstoffe helfen. Vitalstoffe und Heilpflanzen helfen, die Beweglichkeit zu fördern, und Akupunktur und Physiotherapie sind eine sehr gute Schmerztherapie.

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